© STADTKAPELLE BAD WIMPFEN e.V. 2018  
MUSIKVEREIN STADTKAPELLE BAD WIMPFEN e.V.
Home Stadtkapelle Jugendkapelle Kapellino Vereinsleben Förderer & Links Kontakt
Jahreskonzert 2010 Aus dem Regen über die Karibik ins Weltall „Zwischen Raum und Zeit“ lautete das Motto des Jahreskonzerts der Stadtkapelle Bad Wimpfen, das am vergangenen Wochenende im Kursaal stattfand. Tatsächlich war es ein sehr bewegter Abend. Das bewährte Moderationsteam, Martina Burkert und Claus Herz, begleitete die Konzertgäste durch das Programm und lieferte auf unterhaltsame Weise Informationen zu den Stücken in dem sie das Publikum in das neue Quizspiel „Wer wird Musikär?“ mit einbezogen. Die Jugendkapelle eröffnete das musikalische Geschehen. Clara Diether übernahm zum – vorerst - letzten Mal das Dirigat bei Gustav Holsts „Marching Song“. Die begabte junge Dirigentin hat mit ihrer soliden Arbeit alle Jungmusiker des Kapellino- Ensembles, das im vergangenen Jahr gegründet wurde, erfolgreich für den Eintritt in die Jugendkapelle vorbereitet. Nun muss sie schweren Herzens aus beruflichen Gründen ihre liebgewonnenen Schützlinge verlassen. Als Jugenddirigentin Annette Waible die „Reiseleitung“ übernahm, ging es über den Atlantik mit „Sunny Inspiration“ von Thomas Buß: Jazz erinnerte an New Orleans und Reggaeklänge luden an dem regnerischen Novemberabend zu einem willkommenen Ausflug nach Jamaika ein. Die Jugendkapelle schien sich in diesen warmen Gefilden wohl zu fühlen, denn sie blieb glatt in der Karibik und spielte nun - technisch versiert und mit ausgereiftem Klang - Klaus Badelts „Music From Pirates of the Caribbean“. Die musikalische Reise hob erst recht ab, als die Stadtkapelle unter der Leitung von Jürgen Krieger die Bühne übernahm. Die Finger der Holzbläser rasten über die Klappen, das Blech klang mal mächtig voll, mal gesanglich zart, um Konzertbesucher ca. 6,5 Millionen Kilometer ins All zu katapultieren mit den Klängen von Holsts „Jupiter“ aus der Planeten Suite. Georges Bizets „Carmen Suite“ lotste das Geschehen temperamentvoll wieder auf die Erde nach Spanien. Es folgte ein Abba-Medley, nach dem sich die Anwesenden fast wieder wie zuhause fühlten und eine kurze Pause genießen konnten. Mit „Lord of Seven Seas“ von Kees Vlak durfte man in der zweiten Konzerthälfte eine Reise ins Jahr 3000 erleben. Dieses Stück handelt von einem gigantischen Raumschiff, das gleichermaßen über und unter Wasser navigieren kann und den Weltfrieden bewahrt, während es durch die Ozeane kreuzt. Über die bewegte Vergangenheit Englands mit „Highlights From Robin Hood“ ging die abendliche Weltreise zu seiner Endstation in Argentinien bei der bewegenden Geschichte der legendären Eva Perón mit „Highlights From Evita“ von Andrew Lloyd Webber. Hierbei spielte die Stadtkapelle gemeinsam mit der Jugendkapelle. Das Publikum wollte offensichtlich nicht so einfach auf einen fremden Kontinent „ausgesetzt“ werden und applaudierte kräftig, bis es mit zwei deutschen Märschen belohnt wurde und wieder fest auf heimatlichem Boden stand. Der erste Marsch „Esslinger Burg“ wurde von einem Musiker aus der Reihen der Stadtkapelle komponiert und an diesem Abend uraufgeführt. Obwohl der Marsch - dem Horwathschen Stil getreu - spieltechnisch etwas knifflig ist, kam er bei Musikern und Publikum sehr gut an. Für Andreas Horwath war dies ein besonderer Abend, denn er erhielt die goldene Ehrennadel für dreißig Jahre aktives Musizieren. In der Tat musiziert Andreas überaus aktiv. Er spielt nicht nur hervorragend Bariton, sondern beherrscht eine Reihe anderer Instrumente inklusive Querflöte und Klavier. Und weil er selbst nicht alle gleichzeitig spielen kann, sorgt er dafür, dass es andere tun, indem er regelmäßig Musikstücke zum Jahreskonzert komponiert und arrangiert. Um wirklich sicher zu gehen, dass seine Werke möglichst im Sinne des Komponisten vorgetragen werden, nimmt Andreas bei der Einübung und Aufführung seiner Stücke gerne mal den Dirigentenstab selbst in die Hand. Der Musikverein möchte sich bei allen Konzertbesuchern und besonders bei den Helfern und Sponsoren ganz herzlich bedanken! Maxine Jung